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DER ÖPFELGARTE AUF DEM JUCKERHOF – EIN BARFUSS-SPASS FÜR GROSS UND KLEIN

von Roja Nikzad

Der Sonntag mit Partner, Kindern und einer befreundeten Familie auf dem Juckerhof in Seegräben bescherte uns eine freudige Botschaft, die für Verwirrung sorgt und den Gang durch drei wunderschöne Irrgärten aus Apfelbäumen.

Der ÖpfelGarte in Seegräben: ein Erfahrungsbericht.

Wer noch nie auf einem der Höfe von Jucker Farm war, sollte dies unbedingt nachholen. Wir waren uns einig, Touristen würden in diesem Swissness-Erlebnisfilm aus dem Schwelgen nicht mehr rauskommen. Wir fanden den Erlebnisbauernhof in Seegräben liebevoll gestaltet und durchdacht. Alles ist hier einfach perfekt; von der Deko, dem Restaurationsbereich mit Festbänken unter Kirschbäumen bis hin zur „Brötlistell“ für Wurstgenuss am Stock und der Aussicht auf den Pfäffikersee. Für die Kleinen gibt’s „Geissli“ zum Streicheln, „Garetten“ zum Chauffieren und chauffiert werden, dazu die grosse Heuballen-Pyramide, die zum Klettern und Toben einlädt. Überhaupt gibt es viel Platz und Spielraum. Auch wir Grossen kamen nicht zu kurz: Wir durften uns an frischen Spargeln, guten Gesprächen und ein wenig sonntäglichem „Seelebaumelnlassen“ erfreuen.

Spezielles Highlight: ÖpfelGarte und Barfuss-Erlebnis

Minuten vor unserem Eintritt in den ÖpfelGarte-Bereich, der etwas abseits vom übrigen regen Treiben ruhig daliegt, eröffnet mir doch meine älteste Freundin wie aus dem Nichts, dass sie in Erwartung ihres dritten Kindes ist. Mit dieser wirklich sehr unerwarteten Botschaft und ihrem Hormoncocktail, der für ein Wechselbad der Gefühle sorgte, tauchten wir in den ÖpfelGarte ein. Wir suchten in den Irrungen und Wirrungen des Lebens – äh – der Labyrinthe aus rund 6000 Säulenapfelbäumen unseren Weg. Wie das Leben so spielt, lieferte die überraschende Schwangerschaft meiner Freundin den Soundtrack zu diesem Erlebnis.

Der Weg ist das Ziel

Erdung war angesagt: In einem ersten Schritt befreiten wir unsere Füsse, brachten die Haut mit dem Erdreich in Kontakt und entledigten uns der zivilisatorischen Fesseln. Barfüssig traten wir durch das weiche sattgrüne Gras in den ersten Irrgarten „Mucki“. Mucki ist ein kleiner Marienkäfer, der sich im „SaftGarte“ versteckt. Mehrere informative Stationen berichten über die Nützlichkeit der Marienkäfer für die Apfelbäume, das Ernährungs-, Paarungs- und Winterschlafverhalten der Tierchen. Die Kinder gingen voller Elan an die Sache. Neugierig und lebenslustig eroberten sie die Apfelwege und die Irrgarten-Welt nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“.

Juckerhof in Seegräben

Wünsch Dir was und wandle leichtfüssig

Mit einem Wunsch im Herzen lud uns das zweite Labyrinth auf einen meditativen Spaziergang ein. Wir begingen nun den Weg zu uns selbst und überquerten die Brücke zur geistigen Welt. Wie passend. Auf den Spuren der ältesten kultivierten Frucht (der „Ur“-Apfel ist sage und schreibe rund 65 Mio. Jahre alt) hiessen wir die jüngste „Frucht“ willkommen. In der Mitte und damit am Ende des Weges erwartete uns ein lauschiges Plätzchen mit einem geflochtenen Füllhorn, in welches wir unseren Wunsch legen durften. Auch die Kinder machten eifrig mit, legten oder bliesen ihre Wünsche hinein.

Zurück zur Realität: Klimawandel erlebbar gemacht

Der „Wundergarte“ – das dritte Labyrinth – beschäftigt sich mit Klimawandel. Mittels einer Knipskarte wurde unser CO2-Verbrauch auf Herz und Nieren geprüft. Wer zu viele Punkte hatte, musste diese mit Liegestützen und Kistenstemmen gutmachen. Das sportliche Training bewegte sich dank massvollem CO2-Verbrauch im grünen Bereich. Damit war der Zvieri schon fast verdient. Das Barfuss-Erlebnis wollten wir uns dann aber doch nicht entgehen lassen. Und wirklich: Es war ein sensorisches Erlebnis der Superklasse. Selbst als Erwachsener erlebte man Fussreflexzonen-Überraschungen. Wer hätte gedacht, dass Tannenzapfen weich und angenehm zu begehen sind, während Hydrokulturkügeli ganz und gar unangenehm waren. Die Kinder haben’s total genossen, haben ihre baren Füsse auf Erkundungsreise geschickt, jedes Materialbecken mehrmals ausprobiert und die Texturen miteinander verglichen.

Bei schmackhaftem Schoggikuchen, hausgemachter Linzer-Torte und einem Glas Apfelsaft – hergestellt aus den Äpfeln aus dem ÖpfelGarte – haben wir den Sonntagnachmittag ausklingen lassen, bevor wir uns erfüllt und glücklich auf den Heimweg machten.

Ihr wollt mehr wissen? Schaut Euch die Infos zum Juckerhof in Seegräben und zum ÖpfelGarte an.

Eintritt:
Pro Person CHF 6 (Kinder bis 5 gratis)
Familienticket CHF 20

Achtung Parkplätze:
In unmittelbarer Nähe zum Juckerhof gibt es nur ein Parkfeld, das bereits um 10 Uhr früh voll war. Die nächste offizielle Parkmöglichkeit war am Bahnhof Aathal gegen eine Parkgebühr von CHF 6/Tag. Selbstverständlich könnte man auch mit dem ÖV – mit der S14 bis Bahnhof Aathal – anreisen. Bis zum Juckerhof spaziert man ca. 20 Minuten steil durch den Wald den Berg hinauf und dann durchs Dorf. Der Weg ist kinderwagentauglich.

Text: Roja Nikzad

Photo Credits: partners in GmbH – Stefan Weiss

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