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DIE MILCHPUMPE VON ELVIE IM TEST: KABELLOS, HANDS-FREE, GERÄUSCHLOS UND PASST IN DEINEN BH

von Racha

Im April bin ich nach zehn Jahren zum zweiten Mal Mutter geworden und zurzeit befinde ich mich noch im Mutterschaftsurlaub, der jedoch leider Ende Juli schon wieder zu Ende ist. Ich stille Vollzeit und möchte mich optimal für die Zeit danach vorbereiten, wo ich wieder 50% beginne zu arbeiten. Ebenfalls möchte ich, sofern möglich, auch weiterhin voll Stillen. Deshalb beschäftige ich mich gerade insbesondere mit dem Thema «Zeitmanagement» und «Abpumpen». Ich bin zwar im Home-Office, werde aber auch Tage haben, wo ich unterwegs sein muss. Eine Brustpumpe erleichtert dabei beiden das Leben: Dem eventuell spontan hungrigen Baby, oder auch der Mama, der die Brust optimalerweise unterwegs nicht platzen oder weh tun sollte – Milchstau-Alarm!

Zehn Jahre ist eine lange Zeit, vieles hat sich verändert. Die Produkte entwickeln sich, alles wird handlicher, praktischer und futuristischer. So auch die neue Brustpumpe von Elvie, welche ich zu gegebenem Anlass gleich persönlich für euch getestet habe.

Es gibt mehrere Gründe, weshalb man eine Brustpumpe ganz gut gebrauchen kann. Zum Beispiel folgende:

  • Du stillst und fängst während dieser Zeit wieder an zu arbeiten und kannst nicht 24/7 bei deinem Baby sein, möchtest aber ausschliesslich mit Muttermilch füttern.
  • Du stillst und hast trotzdem mal Lust ein paar Stunden etwas für dich zu machen, und pumpst somit eine Mahlzeit pro Tag ab, welche dein Baby mit dem Schoppen zu sich nehmen soll.
  • Während der Arbeit oder auch wenn du einfach mal weg bist, kommt der Milcheinschuss trotzdem, dann ist es gut, wenn du dann nicht mit einem Milchstau nach Hause rennen musst und die Pumpe hast, die dir dabei Abhilfe schafft und dich vor den Schmerzen bewahrt.
  • Du findest es schade, dass die Väter während der Stillzeit nicht die Chance haben, für das Baby «Ernährer» zu sein und pumpst deshalb aus Prinzip eine Flasche pro Tag ab, damit Papa dem Baby diese geben kann.

Mich persönlich betrifft gerade nur letzteres, da ich mich noch im Mutterschaftsurlaub befinde und eigentlich gerade nichts anderes vorhabe, als für mein Baby hier zu sein. Ehrlich gesagt habe ich auch noch keinen Zeitplan, wie ich wie lange und wann stille. Ich stille mein Baby nach Bedarf.

Bereits in der Schwangerschaft hat mein Partner gesagt, er fände es ein grosses Privileg für Frauen, dass sie die Babys neun Monate unter dem Herzen tragen dürfen, er fände es hingegen furchtbar, dass wir die Geburt ganz alleine überstehen müssen und die Männer absolut nichts tun können, um uns die Schmerzen, die dabei entstehen, abzunehmen. Und auch Stillen empfindet er als ein Privileg, für Baby und Mutter, schliesslich ist das die intensivste «Bonding-Zeit», die man mit dem Kind haben kann. Das meiste kann ich leider nicht ändern aber das mit dem Ernähren und der Bonding-Zeit, das kann ich ihm ermöglichen, indem ich dieses eine Fläschchen am Tag für ihn abpumpe und ihm als seine Bonding-Zeit mit unserer Tochter überlasse.

Vor zehn Jahren gab es nur eher auffällige und laute Pumpen. Alleine der Gedanke daran graust mich, um ehrlich zu sein. Zehn Jahre später gibt’s nun endlich eine bessere Lösung auf dem Markt, welche ich für euch getestet habe: Die intelligente Brustpumpe von Elvie. Eine elektrische Milchpumpe mit Stil, mit der man wortwörtlich stilvoll abpumpen kann.

Ein Bild, das Tisch, drinnen, sitzend, Frau enthält.  Automatisch generierte Beschreibung

Nachdem ich die Werbung davon gesehen habe, dachte ich erst mal, dass das bei mir unmöglich so elegant aussehen kann und ich glaubte nicht daran, dass es eine Pumpe gibt, die auf meine aktuell gerade viel zu grossen Brüste, resp. nebst meiner Stillbrüste zusätzlich auch noch in meinen BH passt. Aber es funktioniert tatsächlich, was mich als aller erstes positiv überraschte.

Als ich die Pumpe zum ersten Mal ausprobiert habe, hatte ich gerade Besuch auf meiner Terrasse. Also habe ich die «dezente, geräuschlose und unscheinbare» (so wird damit geworben) Pumpe gleich beim ersten Mal auf Nieren und Herz geprüft: Vor meinem Besuch habe ich ganz nebenbei das Fläschchen gefüllt. Beim ersten Mal habe ich nur eine von zwei Pumpen benutzt, aber schnell ist mir aufgefallen, weshalb zwei die bessere Idee ist. Bis man eine Flasche voll hat, dauert es etwa genauso lange, wie wenn meine Tochter an der Brust trinkt. Meine Ungeduld fand das doof, jedoch kam dann die Logik und der Verstand: Alles andere wäre komisch und dann eben doch ziemlich irritierend. Sagen wir es so, das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Stillen ist nun mal eine Geduldsübung. Also wenn du möchtest, dass es schneller geht, dann holst du dir zwei Pumpen statt eine und setzt beide gleichzeitig an. So füllst du das Fläschchen in der Hälfte der Zeit einer normalen Stillsession mit deinem Kind im Arm.

Einfache Benutzung

Ich bin generell zu ungeduldig, um Anleitungen achtsam durchzulesen und eher der «Learning by doing» Typ. Als ich die Pumpe aus der Verpackung genommen habe, habe ich erst mal alle Teile gründlich gereinigt, indem ich sie abgekocht habe. Ab diesem Zeitpunkt war alles logisch und selbsterklärend. Die Pumpe ist überhaupt nicht kompliziert und hierfür gibt’s von mir schon mal den ersten Punkt.

Ich war am Anfang etwas ängstlich, weil ich dachte, dass das Pumpen allenfalls meinen «Still-Flow» beeinträchtigen und meine Brüste irritieren würde. Diese Angst war umgehend weg, als die Pumpe angefangen hat, an meinen Brüsten zu arbeiten, denn sie tut es für mein Empfinden genau so wie meine kleine Tochter. Nicht weniger, nicht mehr. Elvie arbeitet angenehm und sehr leise. Verhältnismässig zu dem, was man sich unter einer Mutter, die gerade abpumpt, vorstellt, praktisch geräuschlos.

Als ich dann einmal etwas länger als vier Stunden weg war und unsere Tochter ihren ersten Muttermilch-Schoppen von Papa verabreicht bekommen hat, kam ja dann auch zum ersten Mal die Tatsache dazu, dass meine Brust jetzt nicht nach Gusto von Baby geleert wird. Auch da war ich froh, dass ich die Pumpe zur Hand hatte und sie ganz unauffällig Platz in meiner Handtasche hatte. Zusätzlich hatte ich eine kleine Thermotasche dabei, damit ich die Milch, die ich nun abgepumpt hatte, wieder nach Hause nehmen und einfrieren konnte.

Die wichtigsten Infos:

  • Die Milchpumpe von Elvie kann man einzeln (CHF 329.00) oder im Doppelpack (CHF 599.00) haben. Ein ganz schön happiger Preisunterschied. Wer also nicht soviel ausgeben möchte: eine reicht völlig, es braucht einfach mehr Zeit. Die Pumpe ist bei Amorana oder Galaxus erhältlich.
  • Es gibt verschiedene Brusthauben für verschiedene Brustwarzengrössen, zwei sind im Set enthalten (24 & 28, falls du eine 21 brauchst, muss diese separat bestellt werden)
  • Der Milch-Auffangbehälter der Elvie Brustpumpe fasst 150 ml und besteht aus BPA-freiem Kunststoff. Den Behälter kann man auch gleich zum Einfrieren der Brustmilch nutzen.
  • Die Batterie hält bei Dauerbetrieb etwa zwei Stunden. Würde also für ca. sechs Mal Abpumpen reichen, wenn man von einem 20-minütigen Pumpzyklus ausgeht.
  • Der Aufbau ist selbsterklärend und die Handhabung ziemlich «Dubbelisicher».
  • Die Reinigung der Brustpumpe ist einfach und angenehm, sie darf sogar in die Geschirrspülmaschine und natürlich ist auch der Fakt, dass es keine Schläuche gibt, in dieser Hinsicht erleichternd.
  • Die Pumpstärke kann man über sieben Stufen regulieren und die Rhythmen gleichen denen eines Babys. Es fühlt sich tatsächlich sehr ähnlich an. Also Stimulation (schnelles Saugen) und Expression (langes Saugen).
  • Das Beste zum Schluss: Die Pumpe passt tatsächlich in den BH. Man kann absolut Hands-Free, kabellos und entspannt abpumpen, während man gleichzeitig noch die Hände fürs Baby oder ein Glas Wasser frei hat. Oder wenn notwendig, währenddessen einen Artikel am Computer schreibt, wie ich es gerade tue.

Mein Fazit:

Die Pumpe hat mir die Angst vor dem Abpumpen genommen und gestaltet den Abpump-Prozess für mich um einiges Angenehmer (und eleganter) als die Milchpumpen, die ich bei meinem ersten Kind benutzt habe. Die Pumpe ist klein aber oho – es fühlt sich an wie bei meinem kleinen hungrigen Tiger. Bei Schmerzen, resp. verwundeter Brustwarze, empfehle ich eine andere Pumpe. Was ich auch vorteilhaft finde, ist, dass ich sie beim Aus-der-Wohnung-huschen, so wie den Hausschlüssel, einfach in meine Handtasche werfen kann.

Community Feedback:

Hat jemand von euch auch schon Erfahrungen mit der Elvie Brustpumpe gemacht? Wie waren diese? Hast du allenfalls Ergänzungen? Gibt es etwas was ich vergessen habe und du gerne noch dazu wissen möchtest?

Die Pumpe wurde mir im Rahmen einer Kooperation mit Amorana / Elvie zur Verfügung gestellt. Die Bewertung dieses Produkts basiert auf meiner persönlichen Erfahrung und Meinung.

2 Komentare

Nadja Juli 28, 2020 - 20:40

Ich habe die Pumpe seit gut einem Monat, zweites Kind, 4 Monate alt. Ich bin absolut begeistert. Ich spiele, Räume auf, koche essen usw während dem Pumpen. Ich hab sie im Rucksack in die Ferien genommen und spontan, während dem packen der Bade-Sachen, abgepumpt und hatte einen halben Tag für mich.
Ich finde sie auch viel sanfter zur Brust und fühlt sich viel mehr nach Baby-sagen an. Habe Erfahrung mit Medela und ardo und würde meine elvie nie mehr hergeben.

Antwort
Priska Juli 30, 2020 - 12:54

Ich habe sie seit wenigen Tagen und bin absolut beigeiwtert. Ich habe wider Freie Hände und kann alles Mögliche während des abpumpen machen. Einfach genial

Antwort

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